Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameJulius Moses2
Birth4 Dec 1882, Eisleben2,3,13,28
Deported1 Jun 1942, Halle-Sobibor3,13 Age: 59
Death3 Jun 1942, Vernichtungslager Sobibor3,13 Age: 59
Stolperstein25 Jan 2012, Eisleben, Freistr. 23 Age: 129
Religionmosaisch2,21
OccupationKaufmännischer Angestellter bei Fa. A. Goldstein2,9
1901Lindenstr. 17, Eisleben15
1904Kaufmann, Lindenstr. 17, Eisleben16
1914/15Kaufmann, Hohetorstr 31, Eisleben55,19
1929/30Handelsgehilfe, Hohetorstr. 31, Eisleben18
Adr. bef. 1933Hohetorstr. 31, Eisleben (1933)19
1936/37Kaufm. Angest. Freistr. 23, Eisleben20
Zensus 38/39#06, Eisleben, Freistr. 23, Einkommenssteuer 1936: 241,-RM, Kirchensteuer: 54,-RM Mit Einzug ermächtigt(?)21
Adr. 1939Freistr. 23, Eisleben2,3
Adr. 1939ffRammtorstr. 49, Eisleben3,26
FatherSamuel Moses (1845-1918)
MotherJohanna Mathias (1844-1933)
SpouseJohanna Wolff2
Birth3 Jul 1887, Woldenberg, Kreis Friedeberg/ Neumark (Dobiegniew)2,3,28
Deported1 Jun 1942, Halle-Sobibor3,13 Age: 54
Death3 Jun 1942, Vernichtungslager Sobibor3,13 Age: 54
Stolperstein25 Jan 2012, Eisleben, Freistr. 23 Age: 124
Religionmosaisch2
OccupationEhefrau2
Adr. bef. 1933Freistr. 23, Eisleben10
1936/37Freistr. 23, Eisleben10
Adr. 1939Freistr. 23, Eisleben2,13
Adr. 1939ffRammtorstr. 49, Eisleben3,26
Children
Birth4 May 1921, Eisleben93
Death4 May 1921, Eisleben93 Age: <1
Birth24 Feb 1925, Eisleben3,13,28
Death27 Sep 1942, KZ Majdanek3,13 Age: 17
Military notes for Julius Moses
1914-1918 Kriegsteilnehmer und Träger des Verwundetenabzeichens87
Notes for Julius Moses
Moses, Julius
* 04.12.1882 in Eisleben, wohnhaft Eisleben
Deportation: ab Kassel-Halle-Chemnitz 01.06.1942, Izbica/Sobibor
Todesdaten: 03.06.1942, Distrikt Lublin13
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Die Zuordnung als Sohn von Hirsch Moses scheint durch die gemeinsame Adresse in den Adressbüchern von 1901 und 1904 wahrscheinlich. Julius kann aber nicht der Sohn von Hirsch sein, weil jener im Geburtsjahr von Julius einen anderen Sohn bekommen hatte. Demnach bleibt nur noch Samuel Moses als Vater von Julius, zumal Julius später zu Samuel in die Hohetorstraße zog und seinen Sohn “Siegfried Samuel” nannte. 10
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1914-1918 Kriegsteilnehmer und Träger des Verwundetenabzeichens87
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Angestellter bei Fa. Goldstein in Eisleben9
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1936: Repräsentant der Israelitischen Gemeinde Eisleben.20
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1938: Rendant der Israelitischen Gemeinde Eisleben87
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1942: Die Deportation
Nachdem am 21. Mai 1942 eine erneute Anfrage des RSHA an die Staatspolizei(leit)stellen wegen der Zahlen der noch in ihren Bezirken wohnenden Juden herausgegangen und bis zum 27. Mai 1941 beantwortet war, bestimmte das RSHA eine letzte Gruppe von Sonderzügen in den District Lublin genauer.
[...] Der Sonderzug von Kassel nach "Trawniki" war bereits für den 15. Mai 1942 vorgesehen, doch ein interner Vermerk der Reichsbahn trägt zu diesem Datum die nicht näher begründete Notiz "Ausfall". Er wurde schließlich am 1. Juni 1942 mit den neuen Ziel "Izbicia" verlegt.
Der Koppelzug "Da 57" beförderte 508 Juden aus dem Bezirk Kassel. [...]. Von dem Teiltransport, der aus Hanau am 30. Mai 1942 (Sonntag) nach Kassel abging, liegt eine Fotoserie mit 19 Aufnahmen vor.

In der zweiten Hälfte des Transportes befanden sich ungefähr 500 Juden aus den Bezirken Halle-Merseburg und Chemnitz, allein 155 Juden aus dem Gau Halle-Merseburg, darunter 131 Menschen aus dem Stadtgebiet von Halle und 24 Personen aus dem weiteren Bezirk. Der Internationale Suchdienst verzeichnet hier 2 Menschen aus Bitterfeld, 9 aus Eisleben, 2 aus Naumburg, 4 aus Weißenfels, 1 aus Paltzsch,2 aus Klostermansfeld, 2 aus Querfurt und 2 unbekannten Wohnorts.

Der Transport wurde in Lublin auf dem Nebengleis "selektiert". Dabei wurden etwa 98 bis 115 Männer im Alter zwischen 15 und 50 Jahren aus dem Transport ausgesucht und in das Lager Majdanek eingewiesen, wie ein Überlebender bezeugt hat. 71 Zu diesen gehörte auch Siegfried Moses, der Sohn von Johanna und Julius Moses. Im Lager Majdanek überlebte er keine drei Monate. Er wurde am 27 September 1942 ermordet. Er war erst 17 Jahre alt.10

Vermutlich ist der Zug sodann direkt zu dem Vernichtungslager Sobibór geleitet worden.71
Dort kam er am 03. Juni 1942 an.3 Die Insassen wurden unmittelbar anschließend ermordet. Von der Bahnsteigrampe aus ging es zum Lager II.

Im Lager II wurde der gesamte Besitz der Opfer gesammelt, sortiert und gelagert. Von diesem Lagerteil aus führte ein 150 Meter langer und drei bis vier Meter breiter Gang, der mit Stacheldraht und eingeflochtenen Tannenzweigen eingefasst war, zur Vernichtungsstätte im Lager III.

Im Lager III stand ein Steingebäude mit Gaskammern, in denen die bereits im Lager II entkleideten Opfer durch Motorabgase erstickt wurden. Die Ermordeten wurden von einem Arbeitskommando in einer Grube verscharrt, die 60 Meter lang und 20 Meter breit war. Im Lager III befanden sich Küche und Unterkünfte für die Arbeitshäftlinge, die streng abgeschirmt von den anderen Lagerteilen die Leichenbeseitigung erledigen mussten. Ab Sommer 1942 mussten die Arbeitskommandos die Leichen exhumieren und verbrennen, bevor sie selbst ermordet wurden.

Anfang Mai bis Ende Juli 1942 wurden wahrscheinlich bis zu 90.000 Juden „fabrikmäßig“ getötet. Im so genannten Höfle-Telegramm, in dem die Zahl der in den Vernichtungslagern Ermordeten weitergemeldet wird, werden für Sobibor zum Jahresende 1942 genau 101.370 getötete Juden summiert. In Sobibor wurden wahrscheinlich ausschließlich Juden ermordet.[1] Eine genaue Bestimmung der Zahlen ist nicht möglich, da alle schriftlichen Unterlagen vernichtet wurden. Aussagen von polnischen Eisenbahnern und einzelne Zuglaufpläne erlauben grobe Schätzungen; diese Angaben liegen zwischen 150.000 bis 250.000 Opfer.[2] Größtenteils handelte es sich hierbei um polnische Juden, doch wurden auch Holländer, Deutsche, Franzosen, Tschechen, Slowaken und sowjetische Staatsangehörige in Sobibor getötet.72
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see also 3 and 35
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Julius Moses wurde 1882 geboren. Während des Krieges war er mit Transport I/98 from Berlin to Terezin on 30/06/1943 deportiert und mit Transport Es from Terezin to Auschwitz on 19/10/1944 deportiert worden. Julius starb in der Schoah. Quelle dieser Informationen: Liste von Bewohnern des Lagers Theresienstadt, Terezínská pametní kniha / Theresienstädter Gedenkbuch, Institut Theresienstädter Initiative, Band I–II: Melantrich, Praha 1995; Band III: Academia, Praha 2000.
Nachname : MOSES
Vorname: JULIUS
Geburtsdatum: 26/03/1882
Schlüssel zum Transport: Transport I/98 from Berlin to Terezin on 30/06/1943
Schlüssel zum Weitertransport: Transport Es from Terezin to Auschwitz on 19/10/1944
Sprache: Czech
Status des Opfers zum Kriegsende: gestorben1
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Notes for Johanna Wolff
Moses, Johanna
geb. Wolff
* 02.07.1887 in Woldenberg Nm., wohnhaft Eisleben
Deportation: ab Kassel-Halle-Chemnitz, 01.06.1942, Izbica/Sobibor
Todesdaten: 03.06.1942, Distrikt Lublin13
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see also 3 and 35
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Johanna Moses, geb. Wolff wurde 1887 in Woldenburg geboren. Sie war verheiratet. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte sie in Eisleben, Deutsches Reich. Während des Krieges war sie in Eisleben, Deutsches Reich. Johanna perished der Schoah. Quelle dieser Informationen: Verfolgtenliste, List of Jews deported from Halle, 30-31/05/1942.
Nachname MOSES
Vorname JOHANNA
Vorname SARA
Geburtsname WOLFF
Geschlecht weiblich
Geburtsdatum 03/07/1887
Geburtsort WOLDENBURG,FRANKFURT,BRANDENBURG,GERMANY
Staatsbürgerschaft GERMANY
Familienstand verheiratet
Ständiger Wohnsitz EISLEBEN,MERSEBURG,PROVINZ SACHSEN,Deutsches Reich
Aufenthaltsort während des Krieges EISLEBEN,MERSEBURG,PROVINZ SACHSEN,Deutsches Reich
Abfahrtsort EISLEBEN,MERSEBURG,PROVINZ SACHSEN,Deutsches Reich
Deportationsdatum 30-31/05/1942
Verknüpft mit item N List of Jews deported from Halle, 30-31/05/1942
Quelle List of Jews deported from Halle, 30-31/05/19421
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Last Modified 15 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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