Family Group Sheet
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NameErhard Meyerstein282
Birth3 Mar 1898, Sangerhausen oder Oschatz845
Deported18 Feb 1945, Frankfurt a.M. > Theresienstadt770,282 Age: 46
Death14 Dec 1982, Sangerhausen282,848,845 Age: 84
Stolperstein2 Oct 2015, Sangerhausen, Kylische Str. 9 Age: 117
Religionmosaisch282,19
OccupationKaufmann282
Adr. bef. 1933Kylische Str. 9, Sangerhausen > Leipzig (1933)19
Adr. 1939Leipzig282
Adr. 1945ffWilhelm-Koenen-Str., Sangerhausen282
FatherMatthias Meyerstein (1864-<1942)
MotherTheresa Flatow (1874->1946)
SpouseMartha Schmidt282
Birthca 190010
Deathca 195010 Age: 50
Religionnon-mosaisch282
Notes for Erhard Meyerstein
Erhard Meyerstein
Hüttenstraße
Kaufmann, Außenvertreter
War ein gutmütiger Mensch, tat alles für seine Frau, hat zweimal geheiratet.
1. Frau: Martha, geborene Schmidt
Umzug nach Leipzig.
Erhardt wurde 1939 oder 1940 nach Theresienstadt abgeholt, seine Frau musste aus der gemeinsamen Wohnung raus und in einer Kirche bei anderen unterkommen, sogenannte “Sinagoge” (russische Kirche) als Bestrafung, dass sie sich nicht hatte scheiden lassen, da sie keine Jüdin war. Sie ist mit ca. 50 Jahren an Krebs gestorben.
2. Frau: Irmchen
Sie brachte zwei Kinder in die Ehe, die sonst kinderlos war. Sie war nett und sehr fleißig, liebte ihren Mann über alles, pflegte Erhard, bis er ins Krankenhaus musste, wo er an Altersschwäche starb. Drei Wochen später, starb sie ebenfalls, da sie den Verlust ihres Mannes nicht verkraftet hat.

Meyerstein überlebte das KZ und kehrte nach 1945 nach Sangerhausen zurück und wohnte in der Wilhelm-Koenen-Straße. Er arbeitete erst als Fahrer in der Käsefabrik, deren Leiter Dr. Schmidt war. Dieser hatte Meyerstein während der Nazizeit geholfen und ihn versteckt. Ab 1950 war Meyerstein bei der Polizei, später Leiter des Wohnungsamtes und schließlich beim Konsumgenossenschaftsverband im Büro beschäftigt. Er erhielt VDN-Rente (Verfolgter des Naziregimes) und wurde im Grab seiner ersten Frau begraben. Später kam er in das Grab seiner zweiten Frau.282
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1938 meldete die Stadt Sangerhausen, dass es keine jüdischen Gewerbebetriebe in der Stadt mehr gebe. Der Viehhändler Fleischmann, dessen Geschäft sich in der Hüttenstraße 26 befand, hatte seinen Betrieb am 1. Februar 1938 aufgegeben. Das Geschäft wurde von einem Karl Schüler weitergeführt, der auf Anweisung des Bürgermeisters in „geeigneter Weise überwacht wurde. Die Behörden wollten wissen, ob beide vielleicht in Verbindung stehen. 1942 wurden Otto Fleischmann, Matthias Meyerstein und Paul Hampel aus Sangerhausen abtransportiert. „Erhard Meyerstein wurde 1939 oder 1940 nach Theresienstadt verschleppt“, so Ilse Schneider weiter. „Er überlebte und kehrte nach dem Krieg nach Sangerhausen zurück.“ An die jüdischen Mitbürger in Sangerhausen erinnert heute eine Gedenktafel, die am 7. Mai 1995 am Rathaus angebracht wurde.118
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Erhard Meyerstein 03.03.1898 in Sangerhausen oder Oschatz - 14.12.1982
Vater: Mathias Meyerstein, 29.03.1864 - ?
Mutter: Therese Flatow, 06.11.1874 - ?
Er wohnte 1.10.1945 in der Hüttenstraße 26, 12.2.1974 Karl-Liebknecht-Str. 57845
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Matthias Meyerstein, geboren am 29. März 1864, wohnte in der Kylischen Straße 9. Seine Frau Therese war in ein KZ gebracht worden. Ob auch er dort starb, war bislang nicht herauszubekommen. Vom Sohn der beiden ist nur bekannt, daß er Erhard hieß und wahrscheinlich Kaufmann war.392
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Erhard Meyerstein, geb. 3. 3. 1898, war der Sohn des Sangerhäuser Kaufmanns Matthias Meyerstein und seiner Frau Therese geb. Flatow, als Berufwird Kaufmann angegeben. Nach 1933 war er mit seiner 1. Frau Martha, geb. Schmidt, in Leipzig gemeldet. Über sein weiteres Schicksal in der NS‐Zeit ist nur bekannt, dass er am 18. 2. 1945 mit einem Transport aus Frankfurt in das KZ Theresienstadt deportiert wurde. Er überlebte, kehrte nach Sangerhausen zurück und wohnte zunächst in der Hüttenstraße 26. War nach seiner Genesung in verschiedenen Verwaltungsberufen tätig und wohnte später mit seiner 2. Frau Irmchen in der Karl‐Liebknecht‐Straße 57. Er starb am 14.12.1982 in Sangerhausen.770
Notes for Martha Schmidt
1. Frau: Martha, geborene Schmidt
Umzug nach Leipzig.
Erhardt wurde 1939 oder 1940 nach Theresienstadt abgeholt, seine Frau musste aus der gemeinsamen Wohnung raus und in einer Kirche bei anderen unterkommen, sogenannte Sinagoge (russische Kirche) als Bestrafung, dass sie sich nicht hatte scheiden lassen, da sie keine Jüdin war. Sie ist mit ca. 50 Jahren an Krebs gestorben.282
Last Modified 15 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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