Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameFrieda Loewe284
Birth4 May 1903, Sangerhausen282,845
DeportedZwangsarbeitslager in Leipzig (1944)284,282
Death21 Oct 1968, Sangerhausen282,845 Age: 65
Religionmosaisch284
OccupationLehrerin, Direktorin der Erweiterten Oberschule in Sangerhausen284,282
Adr. bef. 1933Sangerhausen284
Adr. 1939Leipzig282
Adr. 1939ffLeipzig282
Adr. 1945ffSangerhausen284
FatherPaul Loewe (1867-ca1933)
MotherMartha Richter (1877-1957)
Unmarried
Notes for Frieda Loewe
Bis 1895 stieg die Zahl der Sangerhäuser Juden auf 56 an und blieb etwa 20 Jahre konstant. Die Statistik weist 1925 noch 37 jüdische Bürger aus.
Am 30.03.1933 schrieb die Sangerhäuser Zeitung:
Schließung der jüdischen Läden in Sangerhausen. Heute vormittag haben Abteilungen der SA und SS die hiesigen jüdischen Ladengeschäfte gesetzt und die Geschäftsinhaber zur Schließung ihrer Betriebe aufgefordert. Die Geschäftsinhaber haben daraufhin der Aufforderung Folge geleistet. An den Schaufenstern der Geschäfte wurden von der SA und SS Plakate angebracht mit der Inschrift "Geschlossen, solange die jüdische Auslandshetze anhält..."
Bald darauf mussten die ersten ihre Geschäfte aufgeben. So geschah es z.B. dem Schuhgeschäft und Briefmarkenhandel von Moritz Löwe. Auch Sally Rothstein entzog man seinen Manufakturhandel.
Zahlreiche Juden verließen die Stadt, 1939 wurden nur noch 8 Bürger jüdischen Glaubens registriert. Den Viehhändler Otto Fleischmann deportierte man 1942 mit Tochter und Enkeltochter in ein KZ. Das gleiche Schicksal traf Adele Hampel und die Witwe von Mathias Meyerstein.
Frieda Löwe kehrte 1945 aus dem Zwangsarbeitslager zurück. Die Lehrerin und Direktorin der städtischen Oberschule lebte bis zu ihrem Tod in Sangerhausen.284
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Frieda Loewe
Geboren 4.Mai 1903, Halbjüdin
Seit 1921 Angehörige des Kommunistischen Jugendverbandes, trat 1923 in die KPD ein.
Von 1928 bis 1933 war sie Mitglied des Betriebsrates der Kontinental-Gummiwerke, Niederlassung Leipzig.
in den Jahren 1933 bis 1945 hielt sie (laut Broschüre "Unsere Heimat zwischen Harz und Kyffhäuser") "Verbindung mit KPD_Genossen"
Von Dezember 1944 bis zum Kriegsende wurde sie zur Zwangsarbeit in Leipzig verurteilt.
Von Mai 1945 bis Februar 1946 arbeitete sie als Betriebsratsmitglied bei Edeka, begann dann eine Ausbildung als Lehrerin.
War von 1945 bis 1946 Teilnehmerin des ersten Neulehrer-Lehrganges in Sangerhausen.
Wurde an 12. Juni 1953 als "Verdiente Lehrerin des Volkes" geehrt.
War als einfache und bescheidene, sehr kompetente Lehrerin bekannt.
Hatte Bekannte in Leipzig. Herr Frank (Maler) und Frau Gertrud Frank. Herr Frank war Anitnazi, ist im KZ umgekommen. Ein NVA-REgiment hat später seinen Namen getragen. Gertrud Frank besuchte auch nach dem Tod ihres Mannes Frieda Loewe oft.
Im Jahr 1953 wurde ihr die Leitung der "GEschwister-Scholl-Schule" in Sangerhausen übertragen.
1960 erhielt sie den Titel "Oberstudienrat". Direktor der Schule bis 1963.
Gestorben am 21.10.1968.282
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In der Göpenstraße 17 hatte Moritz Loewe (Oberloewe) ein großes Schuhgeschäft, das sich vorher im Rathaus befand. Moritz Loewe gab seinen Besitz nach der Boykott-Ak-tion im Juni 1933 auf und wanderte mit der Ehefrau und den Töchtern nach Palästina aus, entging so der Deportation in ein Vernichtungslager.

Ein Paul Loewe (Unterloewe) hatte in der Göpenstraße 31 ein Geschäft für Arbeitsbekleidung und Schuhe. „Eine seiner Töchter war Frieda Loewe, die nach dem Krieg als Lehrerin arbeitete. Von 1953 bis 1963 war sie Direktorin der Geschwister-Scholl-Oberschule in Sangerhausen. 1953 wurde sie als ,Verdiente Lehrerin des Volkes’ geehrt“118
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Frieda Loewe 04.05.1903- 21.10.1968 beides Sangerhausen, zuletzt Bergstraße 35.845
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Last Modified 13 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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