Family Group Sheet
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NameMax Herzberg93
Birth2 May 1872, Gusteutschel (Kurowice)93,107,756
Residence1933, Großörner Age: 60
Death15 Sep 1936, Großörner (Freitod)93,107 Age: 64
Burial18 Sep 1936, Eisleben, Neuer jüdischer Friedhof93,107
Religionmosaisch93,19
OccupationKaufmann93,152
BusinessKurzwarengeschäft neben der Gastwirtschaft “Zur Linde”, Großörner174
Adr. bef. 1933Mansfelder Str. 9, Großörner (1933)19
FatherLeib Herzberg (ca1845-)
MotherChaya (Herzberg) (ca1850-)
SpouseJenny Krotoschin159,756
Birth19 May 1874, Grätz, Posen (Grodzisk Wielkopolski PL)159,13
Deported18 Nov 1942, Magdeburg > Theresienstadt13 Age: 68
Deathaft 16 May 1944, KZ Auschwitz13 Age: 69
Religionmosaisch159
OccupationWitwe (1938)159
Adr. bef. 1933Mansfelder Str. 9, Großörner (1933)19
Zensus 38/39#24, Großörner 12,-RM Kopfsteuer21
Adr. 1939A.-Hitler-Straße 9, Großörner159
FatherLouis Krotoschin (-<1893)
Children
Birth17 Dec 1908174
Death15 Mar 1996, London, UK140 Age: 87
Birth23 Sep 1912, Großörner174,46
Death15 Sep 2005, Saint Paul, Ramsey, Minnesota, USA140 Age: 92
Notes for Max Herzberg
1924
Kaufmann in Großörner, stimmberechtigtes Mitglied der jüdischen Gemeinde zu Eisleben.152
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1936
Todesursache Selbstmord, St.-R. Burg Örner107
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Ein Jahr später fällt beim Blättern im "Adressbuch für Hettstedt und Umgebung" (Stand Oktober 1936) beim Namen Herzberg auf: Herzberg, Jenny, Witwe. Der jüdische Kaufmann Max Herzberg hatte sich angesichts der politischen Verhältnisse und Ereignisse erhängt.757
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Max Herzberg war in Großörner integriert, z.B. war er Mitglied des Schützenvereins. Das Textilgeschäft war gemietet im Gasthof Gabranski. Als 1938 die SA das Geschäft stürmen wollte, wurde sie durch den Wirt abgewiesen: "Das ist mein Haus, hier wird nicht geplündert!"
Ein Schulfreund der Herzbergsöhne hatte nach dem Krieg Briefkontakt mit ihnen. Sie schilderten wie sie über Hongkong nach den USA gelangten und sich dort eine neue Existenz aufbauten. Ein Nachfahre der Herzbergsöhne hatte nach 1990 versucht, Restitutionsansprüche durchzusetzen, weil er glaubte, bei dem Geschäft der Herzbergs habe es sich um eine Textilfabrik gehandelt.758
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Notes for Jenny Krotoschin
“staatenlos”159
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Herzberg, Jenny
geb. Krotoschin
* 19. Mai 1874 in Grätz 
wohnhaft Großörner
Deportation:
ab Magdeburg
18. November 1942, Theresienstadt, Ghetto
16. Mai 1944, Auschwitz, Vernichtungslager
Todesdaten: Auschwitz13
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Jenny Herzberg, geb. Krotoschin wurde 1874 geboren. Während des Krieges war sie mit Transport XX/1 from Magdeburg to Terezin on 18/11/1942 deportiert und mit Transport Ea from Terezin to Auschwitz on 16/05/1944 deportiert worden. Jenny starb in der Schoah. Quelle dieser Informationen: Liste von Bewohnern des Lagers Theresienstadt, Terezínská pametní kniha / Theresienstädter Gedenkbuch, Institut Theresienstädter Initiative, Band I–II: Melantrich, Praha 1995; Band III: Academia, Praha 2000.
Nachname HERZBERG
Vorname JENNY
Geburtsname KROTOSCHIN
Geburtsdatum 19/05/1874
Schlüssel zum Transport Transport XX/1 from Magdeburg to Terezin on 18/11/1942
Schlüssel zum Weitertransport Transport Ea from Terezin to Auschwitz on 16/05/1944
Sprache Czech
Status des Opfers zum Kriegsende: gestorben1
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Ein Jahr später fällt beim Blättern im "Adressbuch für Hettstedt und Umgebung" (Stand Oktober 1936) beim Namen Herzberg auf: Herzberg, Jenny, Witwe. Der jüdische Kaufmann Max Herzberg hatte sich angesichts der politischen Verhältnisse und Ereignisse erhängt.757
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Über den 9. November 1938, die "Reichskristallnacht", schrieb sein Sohn Herbert 55 Jahre später: "Niemals werde ich vergessen, als der verdammte . . . an unserer Haustür angerannt kam. Er wollte bei uns nach ,Waffen' suchen. Meine Mutter, Lutz und ich wurden in die kleine Zelle im Spitzenhaus eingesperrt. Meine Mutter wurde später freigelassen und Lutz und ich wurden nach Hettstedt in die Polizeizelle im Rathaus gebracht. In den folgenden Tagen wurde Lutz in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Ich habe es dem Doktor Stier zu verdanken, daß ich nach Hause gehen konnte. Während wir in der Zelle waren, konnte ich in den frühen Morgenstunden einen lauten Krach hören, ungefähr wie eine Explosion. Die Nazis hatten ein Klavier oder etwas ähnliches aus dem dritten Stock von Rosenbergs (Kaufhaus) geworfen. In den folgenden Tagen war ich in Halle und Leipzig, um eine Möglichkeit zu finden, daß Lutz und ich Deutschland verlassen konnten. Ich hatte in den Straßen dieser Städte die zertrümmerten Ladenscheiben von jüdischen Geschäften gesehen." Den Herzberg-Söhnen gelang schließlich die Ausreise über China in die USA. Frau Herzberg kam in Auschwitz ums Leben.757
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Last Modified 14 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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