Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameOtto Fleischmann3
Birth11 Dec 1879, Prichsenstadt, Kitzingen, Unterfranken3,13
Deported1 Jun 1942, Halle-Sobibor13 Age: 62
Death3 Jun 1942, Vernichtungslager Sobibor3,13 Age: 62
Stolperstein5 Nov 2012, Sangerhausen, Hüttenstr. 26 Age: 132
Religionmosaisch21,19
OccupationViehhändler281,282
BusinessPferdehandlung, Hüttenstr. 26, Sangerhausen282
Adr. bef. 1933Hüttenstr. 26, Sangerhausen (1933)19
Zensus 38/39#14, Sangerhausen, Einkommen 1936: 1.165,- RM, Kirchensteuer: 468,-RM21
Adr. 1939Hüttenstr. 26, Sangerhausen3,281,282
Adr. 1939ffForsterstr. 13, Halle a.d. Saale3
SpouseRosa Friedmann3
Birth26 Jan 1878, Köditz3
Deported1 Jun 1942, Halle-Sobibor13 Age: 64
Death3 Jun 1942, Vernichtungslager Sobibor3 Age: 64
Stolperstein5 Nov 2012, Sangerhausen, Hüttenstr. 26 Age: 134
Religionmosaisch13
Adr. bef. 1933Sangerhausen3
Adr. 1939Hüttenstr. 26, Sangerhausen3
Adr. 1939ffForsterstr. 13, Halle a.d. Saale3
Children
Birth1907, Apolda283,142
Death1977, USA283 Age: 70
Birth28 Jan 1911, Sangerhausen3,13
Death3 Jun 1942, Vernichtungslager Sobibor3,13 Age: 31
Spouse(?) Bernstein (ca1905->1939)
Notes for Otto Fleischmann
Fleischmann, Otto
* 11. Dezember 1879 in Prichsenstadt 
wohnhaft Sangerhausen
Deportation:
ab Kassel - Halle - Chemnitz
01. Juni 1942, Izbica/Sobibor
Todesdaten: 03. Juni 1942, Distrikt Lublin13
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see also 3 and 35
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Bis 1895 stieg die Zahl der Sangerhäuser Juden auf 56 an und blieb etwa 20 Jahre konstant. Die Statistik weist 1925 noch 37 jüdische Bürger aus.
Am 30.03.1933 schrieb die Sangerhäuser Zeitung:
Schließung der jüdischen Läden in Sangerhausen. Heute vormittag haben Abteilungen der SA und SS die hiesigen jüdischen Ladengeschäfte gesetzt und die Geschäftsinhaber zur Schließung ihrer Betriebe aufgefordert. Die Geschäftsinhaber haben daraufhin der Aufforderung Folge geleistet. An den Schaufenstern der Geschäfte wurden von der SA und SS Plakate angebracht mit der Inschrift "Geschlossen, solange die jüdische Auslandshetze anhält..."
Bald darauf mussten die ersten ihre Geschäfte aufgeben. So geschah es z.B. dem Schuhgeschäft und Briefmarkenhandel von Moritz Löwe. Auch Sally Rothstein entzog man seinen Manufakturhandel.
Zahlreiche Juden verließen die Stadt, 1939 wurden nur noch 8 Bürger jüdischen Glaubens registriert. Den Viehhändler Otto Fleischmann deportierte man 1942 mit Tochter und Enkeltochter in ein KZ. Das gleiche Schicksal traf Adele Hampel und die Witwe von Mathias Meyerstein.
Frieda Löwe kehrte 1945 aus dem Zwangsarbeitslager zurück. Die Lehrerin und Direktorin der städtischen Oberschule lebte bis zu ihrem Tod in Sangerhausen.284
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Otto Fleischmann wohnte in der Hüttenstraße 26 (der Name ist am Gebäude noch recht gut lesbar), war Viehhändler und wurde laut Unterlagen des Stadtarchivs 1942 mit seiner Tochter und deren Kind in ein Konzentrationslager abtransportiert.282
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Später seien in Sangerhausen Gerüchte umgegangen, ergänzte sie, dass sich die Familie Fleischmann auf dem Weg ins Konzentrationslager mit ihren Kindern aus dem Zug gestürzt haben soll.280
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Otto Fleischmann
Hüttenstraße 26
(der Name steht heute noch an dem Haus (gegenüber Familie Wahl)
Viehhändler (Pferdehandel)
Judenvermögensabgabe
Das Grundstück, das Gebäude gingen an die Stadt (wurde geteilt)
Das Geschäft wurde am 01.12.1938 an den Viehhändler Karl Schüler (Halberstadt) übergeben, wurde geschlossen und aufgegeben, wegen Einberufung.
Das Haus ging an den Baumeister Franz Thoss, Sangerhausen. Einheitswert des Hauses: 17.000 RM.
Das Land ging an die Stadtgemeinde Sangerhausen und alndwirt Wilhelm Kühnau (Sangerhausen), Einheitswert des Landes: 3.550 RM.
Das Bankguthaben war in beträchtlciher Höhe bei der Kreissparkasse Sangerhausen vorhanden und wurde gesperrt.
1942 wurde Fleischmann mit seiner Tochter und ihrem Kind in ein Konzentrationslager abtransportiert. Es kann sein, dass Otto schon eher als seine Tochter in ein KZ gebracht wurde. Beim Abtransport wurde die Wohnungseinrichtung enteignet.
Während der Nazizeit erhängte sich die Tochter in Halle aus Furcht vor der Deportation.282
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1938 meldete die Stadt Sangerhausen, dass es keine jüdischen Gewerbebetriebe in der Stadt mehr gebe. Der Viehhändler Fleischmann, dessen Geschäft sich in der Hüttenstraße 26 befand, hatte seinen Betrieb am 1. Februar 1938 aufgegeben. Das Geschäft wurde von einem Karl Schüler weitergeführt, der auf Anweisung des Bürgermeisters in „geeigneter Weise überwacht wurde. Die Behörden wollten wissen, ob beide vielleicht in Verbindung stehen. 1942 wurden Otto Fleischmann, Matthias Meyerstein und Paul Hampel aus Sangerhausen abtransportiert. „Erhard Meyerstein wurde 1939 oder 1940 nach Theresienstadt verschleppt“, so Ilse Schneider weiter. „Er überlebte und kehrte nach dem Krieg nach Sangerhausen zurück.“ An die jüdischen Mitbürger in Sangerhausen erinnert heute eine Gedenktafel, die am 7. Mai 1995 am Rathaus angebracht wurde.118
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Wohnungseinrichtungen nebenstehender Personen wurden beim Abtransport in ein Lager enteignet (1942):
6. Fleischmann, Otto, Hüttenstr. 26
u. Tochter mit Kind, Hüttenstr. 26
Bankguthaben des Fleischmann in beträchtlicher Höhe bei der Kreissparkasse Sangerhausen vorhanden gewesen und gesperrt.285
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Die Fleischmanns waren wohlhabend, aber auch nicht ausgesprochen reich, die Steuererhebung von 1936 weist als monatliches Ein‐ kommen 1.156 Reichsmark aus. 942 hatte sich ihre materielle Situation sicher stark verschlechtert. Die Guthaben bei Kreissparkasse waren „eingefroren“, der Landbesitz „arisiert“. Eine „Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“ vom 12. November 1938 hatte auch den Fleischmanns die wirtschaftliche Grundlage entzogen, und der Sangerhäuser Bürgermeister konnte dem Landrat n einem Schreiben vom 24.2.1939 mitteilen: „Der in der Hüttenstraße 26 wohnende jüdische frühere Viehhändler Otto Fleischmann hat seine gewerblichen Räume an den Viehhändler Karl Schüler aus Halberstadt verpachtet (...), bezieht aber seit November 1938 keine Pacht, da die Räume wegen Maul‐ und Klauenseuche geschlossen wurden.“
Trotz dieser bedrückenden und auch räumlich beengten Situation wurde Anfang 1942 bei den Fleischmanns eine verwitwete ältere Jüdin eingewiesen: Adele Hampel (* 11. 12. 1874, geb. Gosslar). Sie stammte aus Wippra, war in Sangerhausen bekannt, weil sie mit ihrem Ehemann Paul in der Göpenstraße 10 ein Spielwarengeschäft betrieben hatte. Irgendwann im Frühjahr 1942 wird nun die Gestapo in der Hüttenstraße 26 erschienen sein, um diese Zufluchtsstätte der Sangerhäuser Juden zu beseitigen und die Menschen nach Halle abzutransportieren. Dort befand sich in der Forsterstraße 13 ein sogenanntes „Judenhaus“, es wurde für diese 5 Sangerhäuser Juden die letzte Adresse in Deutschland.
286
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Der Stürmer 1937 Nr. 30
Der Bauer Hugo Fricke in Niederröblingen (b. Allstedt i. Thür.) unterhält geschäftliche Beziehungen zu dem Juden Fleischmann in Sangerhausen. Der Viehhändler Emil Gareis macht dabei den Vermittler.
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Notes for Rosa Friedmann
Fleischmann, Rosa
geb. Friedmann
* 26. Januar 1878 in Köditz 
wohnhaft Sangerhausen
Deportation:
ab Kassel - Halle - Chemnitz
01. Juni 1942, Izbica/Sobibor
Todesdaten: 03. Juni 1942, Distrikt Lublin13
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see also 3 and 35
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Bis 1895 stieg die Zahl der Sangerhäuser Juden auf 56 an und blieb etwa 20 Jahre konstant. Die Statistik weist 1925 noch 37 jüdische Bürger aus.
Am 30.03.1933 schrieb die Sangerhäuser Zeitung:
Schließung der jüdischen Läden in Sangerhausen. Heute vormittag haben Abteilungen der SA und SS die hiesigen jüdischen Ladengeschäfte gesetzt und die Geschäftsinhaber zur Schließung ihrer Betriebe aufgefordert. Die Geschäftsinhaber haben daraufhin der Aufforderung Folge geleistet. An den Schaufenstern der Geschäfte wurden von der SA und SS Plakate angebracht mit der Inschrift "Geschlossen, solange die jüdische Auslandshetze anhält..."
Bald darauf mussten die ersten ihre Geschäfte aufgeben. So geschah es z.B. dem Schuhgeschäft und Briefmarkenhandel von Moritz Löwe. Auch Sally Rothstein entzog man seinen Manufakturhandel.
Zahlreiche Juden verließen die Stadt, 1939 wurden nur noch 8 Bürger jüdischen Glaubens registriert. Den Viehhändler Otto Fleischmann deportierte man 1942 mit Tochter und Enkeltochter in ein KZ. Das gleiche Schicksal traf Adele Hampel und die Witwe von Mathias Meyerstein.
Frieda Löwe kehrte 1945 aus dem Zwangsarbeitslager zurück. Die Lehrerin und Direktorin der städtischen Oberschule lebte bis zu ihrem Tod in Sangerhausen.284
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Später seien in Sangerhausen Gerüchte umgegangen, ergänzte sie, dass sich die Familie Fleischmann auf dem Weg ins Konzentrationslager mit ihren Kindern aus dem Zug gestürzt haben soll.280
Last Modified 15 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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