Family Group Sheet
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NameHugo Markus171
Birth7 Oct 1902, Berlin171
Deathaft 1945172 Age: 42
Religionmosaisch171
Occupation1939 Fabrikarbeiter, nach 1945 Schrotthändler171,172
Adr. 1939Eisdorfer Str. (ehemals A.-Hitler-Str.), Wansleben171
ExilShanghai, China172,173,174
SpouseIda Schäfer171
Birth13 Feb 1899, Wansleben175
Religionnon jew171
Children
Notes for Hugo Markus
Hugo Markus
Geburt
07.10.1902 in Amsdorf, Mansfelder Land, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Tod: in, , Sachsen-Anhalt, Germany175
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Deutung des Namens Freibank:
Unter den Dippelbrüdern, Landstreichern und Obdachlosen wurden öffentliche Übernachtungsmöglichkeiten, die von Gemeinden und Städten für sie unendgeldlich zur Verfügung gestellt wurden als „Freie Bank“ oder auch als „Freibank“ bezeichnet.

Nach dem 2. Weltkrieg dienten die Räumlichkeiten kurzzeitig für eine Familie Krause mit zwei Kindern aus Langenbogen als Unterkunft. Anschließend hatte dort ein Herr Hugo Markus Lageräume für einen Schrotthandel. Bei diesen Händler handelte es sich übrigens um den einzigen bekannten jüdischen Bürger Wanslebens. Er war während der Herrschaft des Dritten Reiches ins Ausland geflohen und war nach dem Kriege wieder zu seiner Familie zurückgekehrt.

In den fünfziger Jahren waren hier die Gemeindepferde untergebracht, die von Wilhelm Ködderitz betreut wurden. Die heute zugemauerten Futtertröge mit den Befestigungsringen für die Pferde sind wahrscheinlich seinerzeit nachträglich eingebaut worden, ebenso das in den letzten Jahren vorhandene Blechtor. Anschließend diente der Gebäudeteil als Geräteschuppen der Gemeinde. Zuletzt war die historische Feuerwehrspritze „Friedrich“ (Ihr wurde der Vorname von Friedrich Wege gegeben, der z.Z. der Anschaffung der Feuerwehrspritze als Gemeindevorsteher der Gemeinde Wansleben am See im Amt war.) der Freiwilligen Feuerwehr Wansleben hier untergebracht.

Am 7. November 2001 wurde durch das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt die Denkmaleigenschaft des Objektes festgestellt mit folgender Begründung:
„Langenbogener Straße Gefängnis & Armenhaus, Denkmalpflege; als Gefängnis und Asyl für arme Durchreisende errichteter schlichter, kleiner Backsteinbau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, in erhöhter Lage an einer Straßengabelung, ehemals am Ortseingang gelegen; im Inneren zwei Zellen und Trockenklosett erhalten; selten überliefertes Zeugnis eines Dorfgefängnisses und der Sozialfürsorge einer Gemeinde für Obdachlose.“172

“Als Kind habe ich Herrn Markus gekannt. Nach dem Krieg war er aus dem Ausland zurückgekommen und hatte im alten Spritzenhaus ins Wansleben einen Schrotthandel. Er gab mir den Tip: “Wenn Du Dich geschnitten hast, dann pinkle drauf, dann heilt es besser.” Ich glaube, Herr Markus hatte zwei Töchter. Später ist die Familie aus Wansleben weggezogen.”173
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Notes for Ida Schäfer
“arisch”171
Last Modified 15 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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