Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameGeorg „Isaak“ Schottländer2
Birth11 May 1859, Ellrich, Südharz1,2,113
Death29 Mar 1942, Halle a.d. Saale1,13 Age: 82
Burial1942, Halle a.d. Saale (?)10
Stolperstein20 Jun 2015, Eisleben, Markt 54 Age: 156
Religionmosaisch2
OccupationKaufmann, Ladenbesitzer1,20
BusinessManufaktur, Mode- u. Schnittwarenhandlung, Sangehäuser Str. 4, Eisleben (1901)20
1892Sangerhäuser Str. 4, Eisleben47
1901Sperlingsberg 1, Eisleben15
1904Markt 54, Eisleben (Hauseigentümer)16
1912/13Markt 54, Eisleben17
1914/15Markt 54, Eisleben (Hauseigentümer)
Adr. bef. 1933Markt 54, Eisleben (1933)19
1936/37Herren- und Knabenkonfektion, Markt 54, Eisleben (Hauseigentümer)20
Zensus 38/39#01, Eisleben, Markt, Einkommen 1936: 0,00 RM, Verm.: 490,- RM, Kirchensteuer: 396,-RM21
Adr. 1939Markt 54, Eisleben2,13
Adr. 1939ffJüdisches Altersheim Halle, Boelckestr. 24, Halle a.d. Saale seit 01.12.19411,108
FatherAbraham Schottländer (1827-)
MotherHernriette Löwenthal (1827-)
SpouseMarie Miriam Cohn93
Birth14 Jan 1864, Fordon, Bromberg (Bydgoszcz), Provinz Posen93,96
Death4 Mar 1925, Eisleben93 Age: 61
Burial6 Mar 1925, Eisleben, Neuer jüdischer Friedhof93
Religionmosaisch93
Adr. bef. 1933Eisleben93
FatherDovBer Cohn (ca1835-)
MotherGolda Augusta Caro (ca1835-)
Children
Birth7 Jul 1893, Eisleben45,125
DeathOct 1997, Camden, London, UK126 Age: 104
SpouseDr. Adolf Artur Arndt (1883-1965)
2 FUnnamed Schottländer93 (Died as Child)
Birth7 Oct 1895, Eisleben93
Death7 Oct 1895, Eisleben93 Age: <1
Birth25 May 1898, Eisleben129,128
Death11 Jun 1978, London, UK129 Age: 80
Birth23 Apr 1907, Halle a.d. Saale129
SpouseMax Nadelmann (ca1905-)
Notes for Georg „Isaak“ Schottländer
Schottländer, Georg
* 11.05.1859 in Ellrich
wohnhaft Eisleben
Todesdaten: 29.03.194213
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George of Hettstedt Schottlander129
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1898: Repräsentanten: Ludwig Löwenstein; Hans Moses; Moritz Katzenstein; Bertold Gumpert; Benno Goldstein; Hans Dreifuß; Max Wertheim; Stellvertreter: Isidor Buttermilch; Julius Frank; Georg Schottländer;.82
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1901: Stellvertretender Vorsitzender der Israelitischen Gemeinde.15
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1912: Repräsentant der Israelitischen Gemeinde.17
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1938: “Unserer werten Kundschaft in Stadt und Land zum Jahreswechsel die besten Wünsche, Tietz, Eisleben Markt 54. Das Fachgeschäft für Herren- und Knabenkleidung.”130
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1939: Die Ortspolizei vermerkte: “Geburtsort: Ellruhr”, “Familienstand: verwitwet”2
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1941: Nachdem der Grundbesitz von Juden in arischen Besitz übergegangen war, und vielen die Wohnungen gekündigt, blieb nur noch der Einzug in ein sogenanntes "Judenhaus". Auch in Eisleben gab es ein solches. Das Haus der Eheleute Bratel wurde zur letzten Zufluchtsstätte der noch ansässigen Juden. "... Zur Verfügung steht ein Wohngrundstück, das noch in jüdischem Besitz ist und zwar das Grundstück Rammtorstraße 49, das Herrn Jakob Bratel gehört. In dem Grundstück sind vorhanden im Erdgeschoß ein Laden, der noch in dem gleichen Zustand ist, wie er nach der November-Aktion 1938 war, d.h. er ist vollkommen zerstört. Es sind weder Fenster noch Türen vorhanden. ... Im Erdgeschoß befindet sich ferner neben dem Laden ein großes Zimmer, ein kleines Zimmer (etwa 2 ½ x 2 ½) und eine noch kleinere Küche, die von der Familie Julius Moses (3 Personen- Verf.) bewohnt werden. In 1. Stockwerk wohnt der Hauseigentümer Herr Bratel mit seiner Ehefrau und deren Onkel Herr Isenberg. Sie bewohnten dort bisher ein Zim-mer etwa 6 x 5 m, ein Zimmer etwa 3 x 3 m, ein Zimmer etwa 3 x 2 m und ein Schlafzimmer sowie eine Küche. Im zweiten Stockwerk hat die Witwe Dora Moses ein Zimmer etwa 3,2 x 3,2 m und eine Kammer etwa 3 x 2 m inne.“ (Brief von Leo Hirsch an die Bezirksstelle Sachsen-Thüringen der Reichsvereinigung der Juden vom 4. November 1941)
Ferner mussten die Eheleute Königsberger, Katzenstein und Mosbach sowie die Familie Dr. Ludwig Königsberger dort untergebracht werden, nachdem man sie aus ihren alten Wohnungen verwiesen hatte.

Um die Lage noch zu verschärfen, wurden alle zur Zwangsarbeit eingesetzt. "Am 19. November 1941 wurden 10 Juden und Jüdinnen der Stadt zur Straßenreinigung zwangsverpflichtet, unter ihnen auch Kranke und Greise im Alter von 73; 76 und 82 Jahren!" Bei Jakob Bratel, der 82jährig noch zur Zwangsarbeit herangezogen wurde, stellte der Vertrauensarzt "einen sehr starken allgemeinen Abbau, Krampfadern, Bruchanlagen und eine noch nicht geheilte Nierenbecken- und Blasenentzündung“ fest. Trotz alledem hielt ihn der Arzt halbtags für arbeitsfähig mit der Begründung: "...weil Juden anders behandelt werden müssen als die deutschen Volksgenossen". 33
(Anmerkung: Die Familie Ludwig Königsberger zog wahrscheinlich nicht in die Rammtorstraße 49 sondern in den Kastanienweg.10)

Bereits im Herbst 1941 (1. November 1941 10) wurden die Eheleute Königsberger und die Alleinstehenden Franziska Frank, Siegmund Isenberg, Dora Moses, Gertrud Salomon und Georg Schottländer in das Altersheim aufgenommen.26

In der Staatsexamensarbeit (C. Krause, S. 191, werden Personen aus Eisleben genannt, die jeweils ein Opernglas abgegeben haben (1942?): Jenny Sara Königsberger, Kastanienweg 3b; Dr. Ludwig Israel Königsberger, wie zuvor; Georg Israel Schottländer, Markt 54; S. 195: Abgabe eines Fotoapparates von Jenny Sara Königsberger). 75
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1988: Hertha Arndt, geb. Schottländer, die Tochter von Georg Schottländer, schrieb das Erinnerungsdokument für Yad Vashem in London:
Georg Schottlander wurde 1859 in Eisleben geboren. Er war Ladenbesitzer/-in. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Eisleben, Germany. Während des Krieges war er in Halle, Germany. Georg starb in Halle, Germany im Alter von 82. Quelle dieser Informationen: Gedenkblatt, eingereicht von: Tochter [Herta Arndt]. “Er starb in Halle in einem jüdischen Altenheim zum Teil am Hunger während Hitlers Regierung”
Nachname: SCHOTTLANDER
Nachname: SHOTLENDER
Vorname: GEORG
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 11/05/1959
Alter: 82
Geburtsort: EISLEBEN,MERSEBURG,SAXONY PROV.,GERMANY
Ort des ständigen Wohnsitzes: EISLEBEN,MERSEBURG,SAXONY PROV.,GERMANY
Beruf: Ladenbesitzer/-in
Aufenthaltsort während des Krieges: HALLE,ANHALT,GERMANY
Todesort: HALLE,ANHALT,GERMANY
Nachname des Einsenders: ARNDT
Vorname des Einsenders: HERTA
Beziehung zum Opfer: Tochter1 [Herta Arndt]1
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Notes for Marie Miriam Cohn
Grab 26
Podest 1: 35/50/50
Podest 2: 60/45/45
„Pokal“: Höhe: 50, Umfang (oben): 80
Inschrift:
Marie Schottländer
Geb.14.1.1864
Gest. 4.3.192596
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Last Modified 13 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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