Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameRobert Moses55
Birth14 Nov 1882, Frielendorf, Homberg (Efze)93,107
Death9 Jul 1929, Eisleben93 Age: 46
Burial12 Jul 1929, Eisleben, Neuer jüdischer Friedhof93
OccupationViehhändler93
1914/15Kaufmann, Lindenallee 18c (ehemals Lindenstr.), Eisleben55
1929/30Kaufmann, Lindenallee 18c (ehemals Lindenstr.), Eisleben18
Adr. bef. 1933Lindenallee 18c (ehemals Lindenstr.), Eisleben55
FatherHirsch Moses (1845-1925)
MotherBertha Schwabe (1852-1930)
SpouseDora (Dona) (Trainche) Hammerschlag2
Birth9 Jan 1873, Rehburg, Niedersachsen2,3,28
Deported20 Sep 1942, Leipzig-Theresienstadt13 Age: 69
Death27 Jul 1943, Ghetto Theresienstadt3,13 Age: 70
Religionmosaisch13
OccupationWitwe2,20
1936/37Witwe, Lindenallee 19 (ehemals Hermann-Göring-Str. 19), Eisleben20
Zensus 38/39Jüdisches Altersheim Halle, Boelckestr. 24, Halle a.d. Saale (seit 01.12.1941)108
Adr. 1939Rammtorstr. 28, Eisleben2,13
Adr. 1939ffRammtorstr. 49, Eisleben > Boelckestr. 24, Halle a.d. Saale (seit 01.12.1941)3,108
FatherJoseph Hammerschlag (1831-1909)
MotherSara Herzberg (1836-1902)
Notes for Dora (Dona) (Trainche) Hammerschlag
Moses, Dora Treinche
geb. Hammerschlag
* 09.01.1873 in Bad Rehburg
wohnhaft Eisleben
Deportation: ab Leipzig 20.09.1942, Theresienstadt
Todesdaten: 29.07.1943, Theresienstadt13
Anmerkung: Auf der Liste der Bewohner des Hauses Boelckestr. 24 (1939-1945) 109 werden “Dora Moses” und “Treinche Moses” als zwei verschiedene Personen aufgeführt.10
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1937 erhielt Frau Dora Moses von der Stadt Eisleben eine monatliche Kleinrentenunterstützung von 30 RM. Es wurde ein Zuschuss von der Wohlfahrtspflege von 15 RM beantragt, (93) der jedoch wurde abgelehnt, da die Gemeinde verpflichtet war, die Wohlfahrtsfälle selbst zu finanzieren. Die Gemeinde war jedoch nach dem Wegzug des Hauptsteuerzahlers, Benno Goldstein, der allein zwei Drittel des Etats aufbrachte, (94) nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Gemeinde wurde zur Notstandsgemeinde erklärt. 1938 wurde ein erneuter Antrag auf Wohlfahrtspflege gestellt. Dieser ist mit einer Unterstützung von 10 RM bewilligt worden. (95) Die Zahlung erfolgte durch die Zentralorganisation.40
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1941: Nachdem der Grundbesitz von Juden in arischen Besitz übergegangen war, und vielen die Wohnungen gekündigt, blieb nur noch der Einzug in ein sogenanntes "Judenhaus". Auch in Eisleben gab es ein solches. Das Haus der Eheleute Bratel wurde zur letzten Zufluchtsstätte der noch ansässigen Juden. "... Zur Verfügung steht ein Wohngrundstück, das noch in jüdischem Besitz ist und zwar das Grundstück Rammtorstraße 49, das Herrn Jakob Bratel gehört. In dem Grundstück sind vorhanden im Erdgeschoß ein Laden, der noch in dem gleichen Zustand ist, wie er nach der November-Aktion 1938 war, d.h. er ist vollkommen zerstört. Es sind weder Fenster noch Türen vorhanden. ... Im Erdgeschoß befindet sich ferner neben dem Laden ein großes Zimmer, ein kleines Zimmer (etwa 2 ½ x 2 ½) und eine noch kleinere Küche, die von der Familie Julius Moses (3 Personen- Verf.) bewohnt werden. In 1. Stockwerk wohnt der Hauseigentümer Herr Bratel mit seiner Ehefrau und deren Onkel Herr Isenberg. Sie bewohnten dort bisher ein Zim-mer etwa 6 x 5 m, ein Zimmer etwa 3 x 3 m, ein Zimmer etwa 3 x 2 m und ein Schlafzimmer sowie eine Küche. Im zweiten Stockwerk hat die Witwe Dora Moses ein Zimmer etwa 3,2 x 3,2 m und eine Kammer etwa 3 x 2 m inne.“ (Brief von Leo Hirsch an die Bezirksstelle Sachsen-Thüringen der Reichsvereinigung der Juden vom 4. November 1941)
Ferner mussten die Eheleute Königsberger, Katzenstein und Mosbach sowie die Familie Dr. Ludwig Königsberger dort untergebracht wer-den, nachdem man sie aus ihren alten Wohnungen verwiesen hatte.

Um die Lage noch zu verschärfen, wurden alle zur Zwangsarbeit eingesetzt. "Am 19. November 1941 wurden 10 Juden und Jüdinnen der Stadt zur Straßenreinigung zwangsverpflichtet, unter ihnen auch Kranke und Greise im Alter von 73; 76 und 82 Jahren!" Bei Jakob Bratel, der 82jährig noch zur Zwangsarbeit herangezogen wurde, stellte der Vertrauensarzt "einen sehr starken allgemeinen Abbau, Krampfadern, Bruchanlagen und eine noch nicht geheilte Nierenbecken- und Blasenentzündung“ fest. Trotz alledem hielt ihn der Arzt halbtags für arbeitsfähig mit der Begründung: "...weil Juden anders behandelt werden müssen als die deutschen Volksgenossen". 33 (Anmerkung: Die Familie Ludwig Königsberger zog wahrscheinlich nicht in die Rammtorstraße 49 sondern in den Kastanienweg.10)

Bereits im Herbst 1941 (134) (1. November 1941 10) wurden die Eheleute Königsberger und die Alleinstehenden Franziska Frank, Siegmund Isenberg, Dora Moses, Gertrud Salomon und Georg Schottländer (135) in das Altersheim aufgenommen.26,109
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Dora Moses, geb. Hammerschlag wurde 1873 geboren. Während des Krieges war sie mit Transport XVI/1 from Leipzig to Terezin on 20/09/1942 deportiert worden. Dora starb im Jahr 1943 in Terezin, Camp. Quelle dieser Informationen: Liste von Bewohnern des Lagers Theresienstadt, Terezínská pametní kniha / Theresienstädter Gedenkbuch, Institut Theresienstädter Initiative, Band I–II: Melantrich, Praha 1995; Band III: Academia, Praha 2000.
Nachname : MOSES
Vorname: DORA
Geburtsname: HAMMERSCHLAG
Geburtsdatum: 09/01/1873
Todesort: TEREZIN,Camp
Todesdatum: 9/07/1943
Schlüssel zum Transport: Transport XVI/1 from Leipzig to Terezin on 20/09/1942
Sprache: Czech
Status des Opfers zum Kriegsende: gestorben1
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Last Modified 24 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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