Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameGustav Mosbach2
Birth25 Oct 1877, Hörde, Dortmund1,2,3,13
Deported1 Jun 1942, Halle-Sobibor3,13 Age: 64
Death3 Jun 1942, Vernichtungslager Sobibor1,3,13 Age: 64
Stolperstein10 Jun 2009, Eisleben, Lutherstr. 25 Age: 131
Religionmosaisch1,2,13,19
OccupationKantor, Lehrer2
1901---15
1904---16
1914/15---55
1929/30Lehrer i.R., Dr. Lutherstr. 25 Eisleben18
Adr. bef. 1933Lutherstr. 25, Eisleben (1933)19
1936/37Lutherstr. 25, Eisleben20
Zensus 38/39---
Adr. 1939Lutherstr. 25, Eisleben1,2
Adr. 1939ffLutherstr. 25/ Rammtorstr. 49, Eisleben (bis 15.04.1942)26
FatherRafael Mosbach (ca1850-ca1920)
MotherJohanna Rosenthal (1847-ca1925)
Marriage9 Sep 1902, Schönebeck a.d. Elbe97
SpouseHedwig Block2
Birth6 Mar 1880, Westerkappeln1,2,3,13
Deported1 Jun 1942, Halle-Sobibor3,13 Age: 62
Death3 Jun 1942, Vernichtungslager Sobibor1,3,13 Age: 62
Stolperstein10 Jun 2009, Eisleben, Lutherstr. 25 Age: 129
Religionmosaisch1,2,13
OccupationEhefrau2
Adr. bef. 1933Lutherstr. 25, Eisleben10
1936/37Lutherstr. 25, Eisleben20
Adr. 1939Lutherstr. 25, Eisleben (bis April 1942)2,3,13
Adr. 1939ffLutherstr. 25/ Rammtorstr. 49, Eisleben (bis 15.04.1942)26
FatherDaniel M. Block (1833-1907)
MotherBella Simon (1843-1919)
Children
Birth15 Aug 1904, Schönebeck a.d. Elbe2,97
Death1985, Israel97,98 Age: 80
SpouseOtto Salmons (1899-1960)
Birth18 Jul 1909, Borken, Münsterland99
Deathca 192098 Age: 10
Notes for Gustav Mosbach
Mosbach, Gustav
* 25.10.1877 in Dortmund
wohnhaft Eisleben
Deportation: ab Kassel-Halle-Chemnitz 01.06.1942, Izbica/Sobibor
Todesdaten: 03.06.1942, Distrikt Lublin13
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Religionslehrer in Borken (Quelle: Personenstandsbücher Stadtarchiv Borken):
Gustav Mosbach kam von Cochem, die Familie zieht von Borken weiter nach Litzingen, wobei ich nicht weiß, wo das ist. Eine Tochter wird in Borken geboren.

Mosbach, Hedwig, geb. 06.03.1880 Westerkappel, Wohnort: Brinkstraße 111 Borken, zog am 30.9.1909 nach Litzingen mit ihrer Familie

Mosbach, Gustav, geb 25.10.1877 Hörde, Wohnort: Brinkstraße 111a Borken, Lehrer, kam am 4.11.1908 von Cochem, zog 30.9.1909

Mosbach, Grete, geb. 18-Jul-09 Borken, Wohnort: Brinkstraße 111 Borken

Mosbach, Charlotte, geb 15.08.1904 Schönebeck, Wohnort: Brinkstraße 111 Borken

Nach meinen Unterlagen war Gustav Mosbach ziemlich genau vom 4.11.1908 bis zum 30.9.1909 in Borken. Auf seine Tätigkeit als Lehrer wird verwiesen in einem Schreiben des Landrats Borken an die Regierung in Münster und es betrifft die Durchführung und Kosten für den jüdischen Religionsunterricht. In Borken gab es eine jüdische Gemeinde von ca. 100 Personen in einem kath. Umfeld von ca 8000 Einwohnern, davon ca 300 evang. – die überwältigende Mehrheit eben katholisch. Als jüdischer Lehrer konnte er nicht allein von der Borkener Schule leben, er war gezwungen, auch die umgebenden Gemeinden zu besuchen und dort die jüd. Kinder zu unterrichten. Auf diese Tatsache bezieht sich das o.g. Schreiben des Landrats.99
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Die Jüdische Schule in Cochem
Im Jahre 1897 baute die Jüdische Gemeinde neben der Synagoge in der Oberbachstraße auch eine Schule. Diese bestand im Wesentlichen aus einem großen Raum, der im Erdgeschoß lag, darüber befand sich die Lehrerwohnung. Der letzte Lehrer und Kantor der Jüdischen Gemeinde Cochem war der am 15.1.1897 in Minsk geborene Paul Goetzoff.100
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Lehrer i.R. und Prediger und Repräsentant der Israelitischen Gemeinde Eisleben 1936.20
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1926: Die Synagoge war auch gleichzeitig Religionsschule. Der Kultusbeamte der jüdischen Gemeinde wohnte im Erdgeschoß des Hauses. 1842 stellte die Gemeinde zwei Lehrer ein, einen für den Elementarunterricht, den zweiten für den Religionsunterricht. Dieser hatte zugleich die Pflicht, das Vieh für die Gemeinde zu schlachten. (31101) In dem Statut für die Synagogengemeinde zu Eisleben von 03. Februar 1859 wurde vermerkt, dass eine von den ordentlichen Ortsschulen abgesonderte Lehrveranstaltung nicht stattfindet, lediglich der Religionsunterricht wurde von einem jüdischen Religionslehrer abgehalten. Die schulpflichtigen Kinder besuchten eine christliche und jüdische Schule.
1868 beklagte sich der Kultusbeamte der jüdischen Gemeinde darüber, dass der Schulraum in der Synagoge, der seiner Familie zugleich als Schlafraum diente, viel zu klein sei und dass darum der Unterricht sehr beeinträchtigt wäre. Die jüdische Gemeinde beantragte beim Magistrat, dass ihr für den Unterricht in einer Schule ein Klassenraum zur Verfügung gestellt werde. Dieser Bitte wurde jedoch erst 1885 entsprochen. (32 102) "Der Unterricht fand zweimal wöchentlich statt. (Mittwoch 14- 16 Uhr, Sonntag 9-12 Uhr). (33102)
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1936: Israelitische Schule, Dr. Luther-Straße 25, Lehrer und Prediger: Gustav Mosbach20
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1938: Im November 1938 wurde Gustav Mosbach von der Gestapo verhaftet und in das KZ Buchenwald eingewiesen.30

Lore Brieger, die Enkelin des Kantors Gustav Mosbach erinnert sich: „Am Nachmittag des 9. Novembers kam ich mit meiner Schwester von einem Spaziergang zurück. In der Lutherstraße waren viele Leute und ich dachte zuerst, das hinge mit Luthers Geburtstag zusammen. Doch dann sah ich, dass viele Männer in der Synagoge waren und die Einrichtung zertrümmerten. Irgendwie schafften wir es in die Wohnung unsere Großeltern, die ja im Erdgeschoss unter der Synagoge war. Meine Schwester und ich weinten. Dann kamen die Männer zurück und wollten die Wohnung plündern, was meine Mutter irgendwie verhindern konnte.“
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Gustaf Mosbach wurde 1877 in Hoerde geboren. Er war der Sohn von Rafael und Johanna. Er war verheiratet mit Hedwig, geb. Block. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Westercappeln, Germany. Während des Krieges war er in Eisleben, Germany. Gustaf starb im Jahr 1942 in der Schoah. Quelle dieser Informationen: Gedenkblatt, Gedenkblätter.
Nachname: MOSBACH
Nachname: MOZBAKH
Vorname: GUSTAF
Vorname des Vaters: RAFAEL
Vorname der Mutter: JOHANNA
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 5/10/1877
Geburtsort: HOERDE,ARNSBERG,WESTPHALIA,GERMANY
Familienstand: verheiratet
Vorname des Ehepartners: HEDWIG
Geburtsname des Ehepartners: BLOCK
Ort des ständigen Wohnsitzes: WESTERCAPPELN,MUENSTER,WESTPHALIA,GERMANY
Aufenthaltsort während des Krieges: EISLEBEN,MERSEBURG,SAXONY PROV.,GERMANY
Todesdatum: 04/1942
Nachname des Einsenders: MOSBACH
Nachname des Einsenders: SALMONS
Vorname des Einsenders: CHARLOTTE
Vorname des Einsenders: SHARLOTA
Beziehung zum Opfer: Tochter
Registrierungsdatum: 26/01/19741
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Gustaf Mosbach wurde 1877 in Hoerde geboren. Er war der Sohn von Rafael und Johanna. Er war verheiratet mit Hedwig, geb. Block. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Westercappeln, Germany. Während des Krieges war er in Eisleben, Germany. Gustaf starb im Jahr 1942 in der Schoah. Quelle dieser Informationen: Gedenkblatt, eingereicht von: Tochter am 26. Jan 1974.1
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see also 3 and 35
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Report of The Central Association of German Citizens of Jewish Faith, Leipzig, 7 December 1934.
Source : Yad Vashem Archive O51/OSO/206 Central Germany Regional Association Central Association of German citizens of Jewish Faith. Leipzig 7 December 1934
To the Centre Berlin Re: Local Chapter in Eisleben On Tuesday, 4 December I gave a lecture at a community meeting in Eisleben. There was a large audience, which also included interested friends from Hettstedt and Sandersleben who come to hear every speech I give. The subject was 'German-Jewish Existence Today And Tomorrow'. The moderator at the meeting, a teacher by the name of Mosbach, is doing a good job in organising the chapter. He certainly is more talented and more interested in leading the organisation than his predecessor, Herr Goldstein. In concluding he said that the speech, in which I naturally referred to Hannukah, had been an uplifting experience for the participants. The economic situation has improved compared to last year.68
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Memorbuch: Mosbach, Gustav (* 25.10.1877) 53
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Stadt Castrop-Rauxel, Kr. Recklinghausen: Geschichte, Verfassung, Organisation und Tätigkeitsfelder der jüdischen Gemeinschaft
1845 bezog die private jüdische Schule einen Raum in dem neu gebauten Synagogengebäude. Die Arnsberger Regierung erteilte Levi Leffmann aus Sendenhorst die Erlaubnis, die Schule zu führen. Sein Dienstvorgesetzter war der ev. Schulinspektor Volkhardt in → Bochum; ihm musste Levi Leffmann die jeweiligen Lehrpläne vorlegen. Die Wochenstundenzahl betrug 26; innerhalb dieser 26 Stunden durfte kein Unterricht in Hebräisch erteilt werden. Auf Levi Leffmann folgte 1850 für ein Jahr Salomon Sänger aus → Peckelsheim, 1851 Simon Krebs aus Rawiez/Schlesien, 1853 David Freudenberg aus → Burgsteinfurt. Der Kantor und Lehrer Levi Stamm war von 1855 bis 1857 in Castrop tätig und erhielt ein Jahresgehalt von 90 Tlrn., in vier Raten ausgezahlt, sowie freie Wohnung, Kost, Bett und Heizung. Von 1861 bis 1898 unterrichtete in Castrop G. L. Heymann, von 1898 bis 1899 G. Mosbach, von 1899 bis 1902 E. Schürmann, von 1902 bis 1906 Wilhelm Grüneberg, von 1906 bis 1908 Siegfried Steinberg aus Einbeck.103
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Gustav Mosbach (1877-1942)
Lebenslauf
Stand 08.09.2008


25. Oktober 1877
In Hörde, Arnsberg, wird Gustav Mosbach geboren. Die Eltern sind Rafael Mosbach und Johanna Rosenthal.

1892 Aufnahme in die jüdische Lehrerbildungsanstalt "Marks-Haindorf-Stiftung" (36. Jahresbericht 1892). Westfälische Gemeinden wandten sich auf der Suche nach Lehrern häufig direkt an die Marks-Haindorf-Stiftung, die jüdisch-liberal ausgerichtet war.

1897 Mosbach unterzieht sich der Prüfung in Religionsfächern (38. Jahresbericht der Marks-Haindorf-Stiftung 1897).

1898 bis 1899 Lehrer an der jüdischen Schule in Castrop-Rauxel.

03.08.1900 2. Lehrerprüfung104

1899-1901 Lehrer bei der jüdischen Gemeinde Westerkappeln.

1902 -1906 Lehrer, Vorbeter und Schächter bei der jüdischen Gemeinde in Schönebeck a.d. Elbe104

09.09.1902 In Schönebeck a.d. Elbe heiratet Mosbach Hedwig Block, geboren am 6. März 1880 in Westerkappeln, Tochter von Daniel und Bella Simon.

15. August 1904 In Schönebeck a.d. Elbe wird die Tochter Charlotte Mosbach geboren.

1909 wird ein Lehrer Mosbach in der jüd. Gemeinden Borken genannt, allerdings ohne Vornamen.

1929/ 30: Gustav Mosbach steht im Eisleber Adressbuch: Lehrer i.R., Dr. Lutherstraße 25
(ca 1930 Heirat von Charlotte Mosbach mit Otto Salmons
(17. Oktober 1937 In Neuwerk wird die Enkeltochter Hanna Salmons geboren.)

1936: Steht Gustav Mosbach im Eisleber Adressbuch. Der Kantor wohnte mit seiner Familie im Haus der Synagoge, Lutherstraße 25.

1938 Während der Pogromnacht wird Mosbach misshandelt. Im November 1938 wurde Gustav Mosbach von der Gestapo verhaftet und in das KZ Buchenwald eingewiesen.30

1939 Die Ortspolizei in Eisleben listet in der Lutherstraße 25 folgende Personen:
Gustav Mosbach
Hedwig Mosbach (geb. Block)
Charlotte Salmons (geb. Mosbach)
Lore Salmons
Hannah Salomns
(Der Ehemann von Charlotte ist bereits im Exil, um die Ausreise seiner Familie vorzubereiten.)

1942 Bis April harrte Mosbach in der Synagoge aus, musste dann mit seiner Frau in das so genannte Judenhaus in der Rammtorstraße 49 ziehen.

1. Juni 1942 Deportation (Kassel-Halle-Chemnitz-Sobibor) mit den in Eisleben verbliebenen Juden.

3. Juni 1942 Ermordung von Gustav Mosbach sowie seiner Frau Hedwig und vielen anderen Eisleber Juden im Vernichtungslager Sobibor.

Tochter Charlotte emigrierte rechtzeitig mit ihren Töchtern, von denen eine heute in Israel lebt.10
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Vermutlich ein Bruder von Gustav Mosbach:
Mosbach, Max *12.12.1880 Hörde
EF: Sophie geb. Rennberg *09.04.1881 Waldeshausen
Möbelhändler
Wohnanschrift: Dortmund, Kampstraße 72
Emigration: 1933 nach Holland, Amsterdam, Amstelbeyck 43 105
[Laut Passagierliste konnte Max Mosbach von Holland nach Amerika emigrieren]10
Reichsanzeiger-Datum: 360213§ Status: f Name: Mosbach, Max Geburtsort: Hörde Geburtsdatum: 12.12.1880 Wohnort: Dortmund; Amsterdam Beruf: Möbelhändler Kommentar: 45422.-/15.07.1933 Behörde: Name+Ort: Fin.-Amt Dortmund-S. 45
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An die Zentrale in Berlin: Ortsverband in Eisleben.
Am 04.12.1934 gab ich eine Lesung zu einer Ortsversammlung in Eisleben. Dort gibt es ein großes Publikum, zu dem auch interessierte Freunde aus Hettstedt und Sanderleben gehören, die zu jeder Rede kommen, die ich halte. 

Das Thema lautete "Deutsch-Jüdische Koexistenz heute und morgen”. Der Moderator bei diesem Treffen, ein Lehrer mit Namen [Gustav] Mosbach, macht eine gute Arbeit beim Organisieren des Ortsverbandes. Er ist freilich begabter und interessierter beim Leiten der Organisation als sein Vorgänger, Herr Goldstein [Benno Goldstein (?)]. Zusammenfassend sagte er, dass die Rede, in der ich mich natürlich auf Hannukah bezog, ein erbauliches Erlebnis für die Teilnehmer gewesen sei. Die wirtschaftliche Situation habe sich im Vergleich zum letzten Jahr verbessert.

Unser Freund, der Rechtsanwalt Dr. [Ludwig] Königsberger, der im Krieg schwer verwundet worden war, wurde kürzlich auf offener Straße angegriffen. Sein Angreifer, Dr. Müller [Eisleber Adressbuch 1930: Dr. Ernst Müller, Zahnarzt, Poststraße 3, Tel.: 767], der früher Major war und nun Dentist ist und mit dem er eine gerichtliche Auseinandersetzung gehabt hatte, nannte ihn impertinenten jüdischen Abschaum und versuchte ihn zu schlagen. Ich veranlasste eine Beschwerdeschrift (Anklageschrift?) im Namen von Dr. Königsberger an das örtliche Ehrengericht (Disziplinarkammer?) den Ortsverband der Deutschen Offiziersgesellschaft. Dr. Königsbergers Mitgliedschaft steht bei der Anwaltsvereinigung immer noch unter Prüfung. Ihm ist die Lizens entzogen worden, weil er Kommunisten verteidigt hatte in Angelegenkeiten, die nichts mit Politik zu tun hatten. Sein Fall wird vertreten durch die Nationalsozialistische Vereinigung der Kriegsinvaliden, die sehr an diesem Fall interessiert ist.68
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Gustav Mosbach, der Vorbeter, Lehrer und Schächter zwischen 1902 und 1906 in Schönebeck, war Seminar-Abiturient und hatte in der Marks-Haindorf-Stiftung in Münster eine Prüfung auf dem Gebiet der Religionslehre und den hebräischen Fächern (israelitische Religionslehre, Biblische Geschichte, Nachbiblische Geschichte, hebräische Sprachlehre, Übersetzen der Bibel, Übersetzen von Kommentaren, Vorbeten) abgelegt. Am 3. August 1900 legte er die 2. Lehrerprüfung vor der Königlichen Regierung, Abteilung Kirchen- und Schulwesen ab. auf Grund der Zeugnisse wurde der provisorisch angestellte Lehrer Mosbach 1904 definitiv angestellt. Die Schuldeputation beim Schönebecker Magistrat hat es am 18. März 1904 protokollarisch fixiert. Ausdrücklich bestätigt der Magistrat "dass der israelitische Religionslehrer Mosbach seinen Befähigungsnachweis für Erteilung des Religionsunterrichtes erhalte. Hiermit wird ihm die Genehmigung erteilt, jüdischen Religionsunterricht in der jüdischen Privatschule hierselbst zu geben." Nach dem Ausscheiden von Gustav Mosbach am 1. Dezember 1906 übernahm Dr. Julius Gallandt das Amt des Religionslehrers.104
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1938:
Aus den bei uns vorhandenen Unterlagen, die sich aus unvollständigem Sammlungsmaterial zusammensetzen, geht hervor, dass Gustav Mosbach unter die Häftlingsnummern 28595 als jüdischer Häftlinge im KZ Buchenwald registriert war. Diese Häftlingsnummern wurden nur für diese besondere Verhaftungsaktion vom November 1938, der sog. Kristallnacht, vergeben. Am 11. November 1938 kamen 3275 jüdische Männer nach Buchenwald, unter Ihnen Arthur Jonas. Das Nummernbuch belegt, dass am 26. November 1938 Gustav Mosbach als sog. Aktions-Jude aus dem Konzentrationslager Buchenwald entlassen wurde. Im Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar existiert die Geldkartei des Lagers im Original. Dort sind die Häftlinge der Verhaftungsaktion vom November 1938 enthalten, da sie sich das Geld für die Heimfahrt von ihren Angehörigen schicken lassen mussten.106
Notes for Hedwig Block
Mosbach, Hedwig geb. Block
* 06.03.1880 in Westerkappeln
wohnhaft Eisleben
Deportation: ab Kassel-Halle-Chemnitz 01.06.1942, Izbica/Sobibor
Todesdaten: 03.06.1942, Distrikt Lublin13
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Religionslehrer in Borken (Quelle: Personenstandsbücher Stadtarchiv Borken):
Gustav Mosbach kam von Cochem, die Familie zieht von Borken weiter nach Litzingen, wobei ich nicht weiß, wo das ist. Eine Tochter wird in Borken geboren.

Mosbach, Hedwig, geb. 06.03.1880 Westerkappel, Wohnort: Brinkstraße 111 Borken, zog am 30.9.1909 nach Litzingen mit ihrer Familie

Mosbach, Gustav, geb 25.10.1877 Hörde, Wohnort: Brinkstraße 111a Borken, Lehrer, kam am 4.11.1908 von Cochem, zog 30.9.1909

Mosbach, Grete, geb. 18-Jul-09 Borken, Wohnort: Brinkstraße 111 Borken

Mosbach, Charlotte, geb 15.08.1904 Schönebeck, Wohnort: Brinkstraße 111 Borken99
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Hedwig Mosbach, geb. Block wurde 1880 in Westercappeln geboren. Sie war die Tochter von Daniel und Bella. Sie war verheiratet mit Gustaf. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte sie in Westercappeln, Germany. Während des Krieges war sie in Eisleben, Germany. Hedwig starb im Jahr 1942 in der Schoah. Quelle dieser Informationen: Gedenkblatt, eingereicht von: Tochter am 26. Jan 1974.
Quelle: Gedenkblätter
Nachname: MOSBACH
Nachname: MOZBAKH
Vorname: HEDWIG
Geburtsname: BLOCK
Vorname des Vaters: DANIEL
Vorname der Mutter: BELLA
Geschlecht: weiblich
Geburtsdatum: 06/03/1880
Geburtsort: WESTERCAPPELN,MUENSTER,WESTPHALIA,GERMANY
Familienstand: verheiratet
Vorname des Ehepartners: GUSTAF
Ort des ständigen Wohnsitzes: WESTERCAPPELN,MUENSTER,WESTPHALIA,GERMANY
Aufenthaltsort während des Krieges: EISLEBEN,MERSEBURG,SAXONY PROV.,GERMANY
Todesdatum: 04/1942
Nachname des Einsenders: MOSBACH
Nachname des Einsenders: SALMONS
Vorname des Einsenders: SHARLOTTE
Vorname des Einsenders: SHARLOTA
Beziehung zum Opfer: Tochter
Registrierungsdatum: 26/01/19741
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see also 3 and 35
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Last Modified 23 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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