Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameSiegmund Isenberg1,2,3,13
Birth17 Jun 1867, Dransfeld, Hildesheim1,2,13,51,52
Deported20 Sep 1942, Leipzig-Theresienstadt13 Age: 75
Death23 Dec 1942, Ghetto Theresienstadt3,53,13,52 Age: 75
Stolperstein2018, Eisleben Age: 150
Religionmosaisch2,13,52
OccupationKaufmann2,16,15
Business“M. Frankenbach” Spezialgeschäft für Wäsche, Markt 49 Eisleben54
1892---47
1901Freistr. 102, Eisleben (Kaufmann)15
1904Markt 49, Eisleben (Hauseigentümer)16
1912/13Markt 49, Eisleben (Hauseigentümer)17
1914/15Markt 49, Eisleben (Hauseigentümer)55
1929/30Markt 49, Eisleben18
Adr. bef. 1933Markt 49, Eisleben (1933)19
Zensus 38/39#02, Eisleben, Markt, Einkommen 1937: 215,- RM, Kirchensteuer: 60,-RM21
Adr. 1939Rammtorstr. 49, Eisleben2,3
Adr. 1939ffJüdisches Altersheim Halle, Boelckestr. 24, Halle a.d. Saale (seit 01.12.1941)3
FatherIsrael (Isaac) Isenberg II. (1818-ca1900)
Unmarried
Notes for Siegmund Isenberg
Isenberg, Siegmund Sigmund
* 17. Juni 1867 in Dransfeld 
wohnhaft Eisleben
Deportation: ab Leipzig 20. September 1942, Theresienstadt, Ghetto
Todesdaten: 23. Dezember 1942, Theresienstadt, Ghetto13
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1892: Hermann Goldstein wohnte nach seiner Übersiedlung in die Stadt Eisleben zunächst in der Vicariatsgasse 7. Er war verheiratet mit Rosa Isenberg, welche als Verkäuferin im Geschäft ihres Bruders arbeitete. Dieser Bruder, der jüdische Kaufmann Siegmund Isenberg, war zu dieser Zeit Inhaber der Fa. “M. Frankenbachs Witwe” in der Freistraße 102. Hermann Goldstein nahm dann mit seiner Frau Rosa und seinen Kindern eine Wohnung am Plan 14 im Hause des jüdischen Kaufmanns Siegmund Bieber. [...]56
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1899: Eisleber Tageblatt Nr. 22
Donnerstag den 26 Januar 1899
In unserem Firmenregister ist heute bei der unter Nr. 742 eingetragenen hiesigen Firma M. Frankenbach´s Wwe.bemerkt wurden, dass das Handelsgeschäft auf den Kaufmann Sigmund Isenberg zu Eisleben durch Vertrag übergegangen ist, welcher dasselbe unter unveränderter Firma fortsetzt. Ferner ist heute in unser Firmenregister die genante Firma unter Nr. 760, als Ort der Niederlassung Eisleben und als Inhaber der Kaufmann Siegmund Isenberg daselbst eingetragen wurden. Eisleben, den 23. Januar 1899. Königliches Amtsgericht57
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1912:
Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde Eisleben 17
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1936: Rendant des Vorstandes der Israelitischen Gemeinde Eisleben 1936.20
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1939: “Familienstand: ledig”2
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1941: Nachdem der Grundbesitz von Juden in arischen Besitz übergegangen war, und vielen die Wohnungen gekündigt, blieb nur noch der Einzug in ein sogenanntes "Judenhaus". Auch in Eisleben gab es ein solches. Das Haus der Eheleute Bratel wurde zur letzten Zufluchtsstätte der noch ansässigen Juden. "... Zur Verfügung steht ein Wohngrundstück, das noch in jüdischem Besitz ist und zwar das Grundstück Rammtorstraße 49, das Herrn Jakob Bratel gehört. In dem Grundstück sind vorhanden im Erdgeschoß ein Laden, der noch in dem gleichen Zustand ist, wie er nach der November-Aktion 1938 war, d.h. er ist vollkommen zerstört. Es sind weder Fenster noch Türen vorhanden. ... Im Erdgeschoß befindet sich ferner neben dem Laden ein großes Zimmer, ein kleines Zimmer (etwa 2 ½ x 2 ½) und eine noch kleinere Küche, die von der Familie Julius Moses (3 Personen- Verf.) bewohnt werden. In 1. Stockwerk wohnt der Hauseigentümer Herr Bratel mit seiner Ehefrau und deren Onkel Herr Isenberg. Sie bewohnten dort bisher ein Zimmer etwa 6 x 5 m, ein Zimmer etwa 3 x 3 m, ein Zimmer etwa 3 x 2 m und ein Schlafzimmer sowie eine Küche. Im zweiten Stockwerk hat die Witwe Dora Moses ein Zimmer etwa 3,2 x 3,2 m und eine Kammer etwa 3 x 2 m inne.“ (Brief von Leo Hirsch an die Bezirksstelle Sachsen-Thüringen der Reichsvereinigung der Juden vom 4. November 1941)
Ferner mussten die Eheleute Königsberger, Katzenstein und Mosbach sowie die Familie Dr. Ludwig Königsberger dort untergebracht wer-den, nachdem man sie aus ihren alten Wohnungen verwiesen hatte.

Um die Lage noch zu verschärfen, wurden alle zur Zwangsarbeit eingesetzt. "Am 19. November 1941 wurden 10 Juden und Jüdinnen der Stadt zur Straßenreinigung zwangsverpflichtet, unter ihnen auch Kranke und Greise im Alter von 73; 76 und 82 Jahren!" Bei Jakob Bratel, der 82jährig noch zur Zwangsarbeit herangezogen wurde, stellte der Vertrauensarzt "einen sehr starken allgemeinen Abbau, Krampfadern, Bruchanlagen und eine noch nicht geheilte Nierenbecken- und Blasenentzündung“ fest. Trotz alledem hielt ihn der Arzt halbtags für arbeitsfähig mit der Begründung: "...weil Juden anders behandelt werden müssen als die deutschen Volksgenossen". 33

Anmerkung: Die Familie Ludwig Königsberger zog wahrscheinlich nicht in die Rammtorstraße 49 sondern in den Kastanienweg.10

Bereits im Herbst 1941 (134) (1. November 1941 10) wurden die Eheleute Königsberger und die Alleinstehenden Franziska Frank, Siegmund Isenberg, Dora Moses, Gertrud Salomon und Georg Schottländer (135) in das Altersheim aufgenommen.26
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1941: Enteignung “Heimeinkaufverträge” im jüdischen Alterheim Boelckestr. 24 Halle: Isenberg Siegmund: 29.055,50 RM 58
Eng verbunden mit der Einrichtung jüdischer Altersheime in der Nazizeit waren die so genanten "Heimeinkaufverträge". Die vermögenden Juden wurden nicht einfach in ein Heim aufgenommen, sondern sie mussten sich mit ihrem gesamten Vermögen einkaufen. In einer Aufstellung der Einkaufssummen werden auch zwei Eisleber Juden erfasst. So Siegmund Isenberg mit 29.055,50 RM und Gertrud Salomon mit 5635,00 RM.26
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Siegmund Isenberg wurde 1867 in Dransfeld geboren. Er war der Sohn von Israel und Dorette. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Eisleben, Germany. Während des Krieges war er in Eisleben, Germany. Siegmund starb in Auschwitz, Camp. Quelle dieser Informationen: Gedenkblatt, eingereicht von: Verwandte/-r.
Nachname: ISENBERG
Nachname: EIZENBERG
Vorname: SIEGMUND
Vorname: ZIGMUND
Vorname des Vaters: ISRAEL
Vorname des Vaters: YISRAEL
Vorname der Mutter: DORETTE
Vorname der Mutter: DORA
Vorname der Mutter: DORETA
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 1867
Geburtsort: DRANSFELD,HILDESHEIM,HANOVER,GERMANY
Ort des ständigen Wohnsitzes: EISLEBEN,MERSEBURG,SAXONY PROV.,GERMANY
Aufenthaltsort während des Krieges: EISLEBEN,MERSEBURG,SAXONY PROV.,GERMANY
Todesort: AUSCHWITZ,Camp
Nachname des Einsenders: ISENBERG
Vorname des Einsenders: ERNEST
Vorname des Einsenders: ERNST
Beziehung zum Opfer: Verwandte/-r1
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see also 3 and 35
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Last Modified 14 Nov 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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