Family Group Sheet
Family Group Sheet
NameFranziska Frank II.2,3
Birth5 Oct 1874, Eisleben3,13
Deported20 Sep 1942, Leipzig-Theresienstadt13 Age: 67
Death22 May 1944, Ghetto Theresienstadt3,13 Age: 69
Stolperstein6 May 2004, Halle a.d. Saale, Große Ulrichstr. 58 Age: 129
Religionmosaisch2
1922/23Frank, Anna und Franziska, Fräulein, Bahnhofstr.4237
1929/30Bahnhofstr. 42, Eisleben18,38
Adr. 1939Bahnhofstr. 10 (ehemals A.-Hitler-Str.), Eisleben2,13,38
Adr. 1939ffDessauer Str. 24, Halle a.d. Saale39
Adr. 1945ff---
FatherIsaak Frank (1841-1914)
MotherHelena Daniel (1841-1896)
Unmarried
Notes for Franziska Frank II.
Vermutlicher Vater: (Die Zuordnung von Franziska als Tochter von Isaak ist nicht belegt)10
1901: Frank, Isaak, Schneidermeister, Nicolaistraße 12, Eisleben15
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Frank, Franziska
* 05.10.1874 in Eisleben
wohnhaft Eisleben
Deportation: ab Leipzig 20.09.1942, Theresienstadt
Todesdaten: 22.05.1944, Theresienstadt13
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1938: Auf Grund dessen, dass Dr. Ludwig Königsberger nicht mehr als Rechtsanwalt tätig sein konnte, wurde auch ihm finanziell geholfen. Auch Franziska Frank und Jankel Weissbrodt erhielten Hilfe durch die Wohlfahrtspflege. (97 40)
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1939: “Familienstand: ledig”2
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1941: Nachdem der Grundbesitz von Juden in arischen Besitz übergegangen war, und vielen die Wohnungen gekündigt, blieb nur noch der Einzug in ein sogenanntes "Judenhaus". Auch in Eisleben gab es ein solches. Das Haus der Eheleute Bratel wurde zur letzten Zufluchtsstätte der noch ansässigen Juden. "...

“Zur Verfügung steht ein Wohngrundstück, das noch in jüdischem Besitz ist und zwar das Grundstück Rammtorstraße 49, das Herrn Jakob Bratel gehört. In dem Grundstück sind vorhanden im Erdgeschoß ein Laden, der noch in dem gleichen Zustand ist, wie er nach der November-Aktion 1938 war, d.h. er ist vollkommen zerstört. Es sind weder Fenster noch Türen vorhanden. ... Im Erdgeschoß befindet sich ferner neben dem Laden ein großes Zimmer, ein kleines Zimmer (etwa 2 ½ x 2 ½) und eine noch kleinere Küche, die von der Familie Julius Moses (3 Personen- Verf.) bewohnt werden. In 1. Stockwerk wohnt der Hauseigentümer Herr Bratel mit seiner Ehefrau und deren Onkel Herr Isenberg. Sie bewohnten dort bisher ein Zimmer etwa 6 x 5 m, ein Zimmer etwa 3 x 3 m, ein Zimmer etwa 3 x 2 m und ein Schlafzimmer sowie eine Küche. Im zweiten Stockwerk hat die Witwe Dora Moses ein Zimmer etwa 3,2 x 3,2 m und eine Kammer etwa 3 x 2 m inne.“ (Brief von Leo Hirsch an die Bezirksstelle Sachsen-Thüringen der Reichsvereinigung der Juden vom 4. November 1941)
Ferner mussten die Eheleute Königsberger, Katzenstein und Mosbach sowie die Familie Dr. Ludwig Königsberger dort untergebracht werden, nachdem man sie aus ihren alten Wohnungen verwiesen hatte.

Um die Lage noch zu verschärfen, wurden alle zur Zwangsarbeit eingesetzt. "Am 19. November 1941 wurden 10 Juden und Jüdinnen der Stadt zur Straßenreinigung zwangsverpflichtet, unter ihnen auch Kranke und Greise im Alter von 73; 76 und 82 Jahren!" 33 (Anmerkung: Die Familie Ludwig Königsberger zog wahrscheinlich nicht in die Rammtorstraße 49 sondern in den Kastanienweg.10)

Das Alters- und Siechenheim am Großen Berlin 8 in Halle
Insgesamt war das Haus viel zu dicht belegt, für so viele Menschen, am 01.01.1941 wurde Franziska Frank als 18. (!) bei 7 Zimmern hier einquartiert, gab es viel zu wenig Platz, so dass selbst Schwerkranke keinen eigenen Raum erhalten und Möbel kaum aufgestellt werden konnten. Deshalb wurden im Frühjahr 1941 alle Heiminsassen mit der Leiterin und den Praktikanten in das als Altersheim umgebaute HAus Boelckestraße 24 verlegt.41

Bereits im Herbst 1941 (1. November 1941 10) wurden die Eheleute Königsberger und die Alleinstehenden Franziska Frank, Siegmund Isenberg, Dora Moses, Gertrud Salomon und Georg Schottländer in das Altersheim aufgenommen.26,42
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1942: Franziska Frank kam aus Eisleben nach Halle ins Siechenheim bis sie zwangsweise in die Dessauer Str. 24 umgesiedelt wurde. Am 19. September 1942 brachte man sie mit 78 weiteren Juden von Halle nach Theresienstadt. Dort starb die 67Jährige am 22. Mai 1944.39,43,39
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1944: Franziska Frank wurde am 19.09.1942 aus Halle deportiert und mit dem Transport XVI/1 am 20.09.1942 nach Theresienstadt gebracht.
Todesort und Datum: Ghetto Theresienstadt, 22.05.19443
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Franziska Frank wurde 1874 geboren. Während des Krieges war sie mit Transport XVI/1 from Leipzig to Terezin on 20/09/1942 deportiert worden. Franziska starb im Jahr 1944 in Terezin, Camp. Quelle dieser Informationen: Liste von Bewohnern des Lagers Theresienstadt, Terezínská pametní kniha / Theresienstädter Gedenkbuch, Institut Theresienstädter Initiative, Band I–II: Melantrich, Praha 1995; Band III: Academia, Praha 2000.
Nachname FRANK
Vorname FRANZISKA
Geburtsdatum 05/10/1874
Todesort TEREZIN,Camp
Todesdatum 22/05/1944
Schlüssel zum Transport Transport XVI/1 from Leipzig to Terezin on 20/09/1942
Sprache Czech
Status des Opfers zum Kriegsende: gestorben1
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Franziska Frank (1874–1944)
Franziska Frank kam aus Eisleben in das Altenheim Großer Berlin 8, musste aber später in ein vermeintliches Altersheim in der Boelckestraße 24 (heute Dessauer Straße) umziehen. Am 19. September 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 22. Mai 1944 starb. Am 16. Dezember 2005 wurden die Stolpersteine vor der Adresse Großer Berlin 8 von Unbekannten mit Teer übergossen.44
Last Modified 4 Dec 2018Created 11 Dec 2018 using Reunion for Macintosh
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